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Haben Sie mehr Mut!

Noch immer ist das Verhalten mancher Ärzte und Praxismitarbeiterinnen in Bezug auf IGeL von Ängsten und Vorurteilen geprägt. Vielfach werden Patienten auf mögliche Leistungen gar nicht angesprochen, weil die Angst besteht, sie würden negativ reagieren. Dabei sehnen sich viele Patienten danach, eine optimale Versorgung angeboten zu bekommen, warten förmlich nur darauf, endlich über die Angebote informiert zu werden. Das vermeintliche Risiko ist also meist überhaupt nicht vorhanden. Im Gegenteil, immer häufiger kommt es vor, dass Patienten verärgert sind, weil sie in anderen Praxen etwas Neues erfahren und angeboten bekommen haben und nicht bei "ihrem" Arzt.

Manchmal steht dem Angebot auch einfach die Furcht im Weg, die Patienten könnten Fragen stellen, die nicht beantwortet werden können. In anderen Fällen nehmen Ärzte oder Praxismitarbeiterinnen an, die Patienten können oder wollen sich die zusätzlich zu zahlende Diagnostik oder Therapie nicht leisten. Welche Gründe auch immer verhindern, dass den Patienten die Zusatzangebote schmackhaft gemacht werden, sie verhindern einen größeren medizinischen und wirtschaftlichen Erfolg der Praxis. Sie verhindern mehr Gesundheit, Wohlbefinden, Patientenbindung und Einnahmen.

Bieten Sie daher künftig offensiv Selbstzahlerleistungen an:

  1. Ob ein Patient sich etwas leisten kann oder will, bekommen Sie nur heraus, wenn Sie ihn fragen. Treffen Sie niemals für Ihren Patienten diese Entscheidung, das ist nicht Ihre Aufgabe.

  2. Ob Patienten negativ oder positiv auf Ihr Angebot reagieren, hat viel damit zu tun, wie Sie es an sie herantragen. Je mehr Sie zweifeln, je weniger Selbstbewusstsein Sie an den Tag legen, um so größer ist die Gefahr, dass Patienten das Angebot missverstehen.

  3. Ob Sie Fragen fürchten müssen, hat vor allem damit zu tun, ob Sie sich auskennen oder nicht. Ein guter Arzt, eine gute Praxismitarbeiterin kennt sich fachlich und sachlich aus und hat die Argumente parat, mit denen die Angebote der Praxis positiv dargestellt werden können. Darüber hinaus können sie professionell kommunizieren und brauchen Rückfragen nicht zu fürchten.

Manchmal brauchen Sie auch einfach etwas mehr Mut. Zum Beispiel den Mut, Fragen zu stellen. Denken Sie einmal zurück an Ihre Jugend. Wie häufig haben Sie aus Angst vor einem Korb einen potenziellen Partner nicht gefragt, ob er mit Ihnen ausgehen möchte? Das Ergebnis war dann immer gleich: Er ist auf jeden Fall nicht mit Ihnen ausgegangen!

Wenn es um die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Patienten geht, sollten Sie sich nicht von Ängstlichkeit oder Zweifeln leiten lassen. Schließlich bieten Sie doch nur an, was Sie für sinnvoll halten.

Vielleicht hilft Ihnen nachfolgender Satz, künftig mehr Chancen im Leben wahrzunehmen:

In einigen Jahren ärgern Sie weniger die Dinge,
die Sie falsch gemacht haben,
sondern vor allem die,
die Sie nicht gemacht haben!

Haben Sie den Mut - es lohnt sich! Es geht doch bei Ihren Angeboten immer darum, Gutes zu tun: Mehr Gesundheit, Sicherheit, Wohlbefinden, Attraktivität für Ihre Patienten zu schaffen. Es geht darum, deren Bedürfnisse zu erkennen und professionell, mit medizinischem Sachverstand in hoher Qualität zu befriedigen.

 
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