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IGeL-Kalkulation: Welche Leistungen lohnen sich wirklich?

Welche Individuellen Gesundheitsleistungen lohnen sich am meisten? Leider gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort nach dem Motto: Diese Leistung bringt es, jene verursacht nur Kosten.

Und das liegt nicht nur daran, dass wirklich belastbare Informationen zur Wirtschaftlichkeit von IGeL bis heute schlichtweg noch nicht existieren. Denn wie häufig im Leben kommt es außerdem auf die näheren Umstände und Voraussetzungen an: Wo die eine Praxis erfolgreich IGeL anbietet, schreibt die nächste damit rote Zahlen. Die (Er-) findung lohnender IGeL ist daher die eigentliche Schlüsselfrage beim Aufbau einer Selbstzahler-Praxis. Und sie bleibt dies - nebenbei gesagt - auch für die weitere Zukunft.

Das Angebot sorgfältig abstimmen und beschränken
Wie die "richtigen" IGeL finden? Die erste Regel hierfür ist gerade für Ärzte, die mit ganzem medizinisch-fachlichem Herzen dabei sind, vielleicht schon die schwerste: Denn nur in der bewussten Beschränkung liegt die (wahre) Meisterschaft! Im Allgemeinen sind es nicht mehr als fünf bis maximal zehn IGeL, die sich für die durchschnittliche niedergelassene Praxis anbieten. Falls Ihnen das als zu wenig erscheint, versetzen Sie sich bitte einmal an die Stelle eines Käufers hochwertiger Fachartikel. Würden Sie selbst lieber beim universellen Voll-Sortimenter einkaufen oder eher einem Spezialisten vertrauen?

Das Angebot muss zum Patientenkreis passen
Der zweite entscheidende Faktor für die richtige IGeL-Auswahl ist Ihr Patientenkreis. Schließlich werden Sie Ihr IGeL-Geschäft - zumindest am Anfang - vor allem mit "Stammkunden" machen wollen. Deren Bedürfnisse, Wünsche, Struktur und (finanzielle) Möglichkeiten sollten daher nicht End-, sondern Anfangspunkt Ihrer Angebotsüberlegungen sein.

Rentabilität hat viele Facetten
Als dritten Filter sollte Ihr IGeL-Angebot vor der "Markteinführung" auf jeden Fall auch eine systematische Rentabilitätskalkulation durchlaufen. Hierzu sind neben dem unmittelbaren Arbeitsaufwand vor allem die klassischen Kostenstellen Raumbedarf, Investitionen (in Geräte, Ausbildung, Kommunikation etc.) und Bewerbung zu berücksichtigen.

Das Image muss stimmen
Neben den "harten" Faktoren gehören zu einer umfassenden Rentabilitätsbetrachtung auch die weniger unmittelbar greifbaren, aber nichtsdestotrotz mindestens ebenso entscheidenden "weichen" Faktoren - nennen wir sie die "emotionalen" Einflüsse. In puncto Nachhaltigkeit sind es nämlich vor allem weiche Faktoren, die darüber entscheiden, ob es sich lohnt, mit bestimmten IGeLn an den Start zu gehen. Beispielhaft genannt seien hier: - Der Zufriedenheitsfaktor: Welche Wirkung entfaltet die erbrachte Leistung beim einzelnen Patienten? - Der Imagefaktor: Welche Wirkung entfaltet das Angebot in Ihrer Patientenstruktur?

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