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Den Arbeitsalltag stressfrei bewältigen

"All das bleibt dem Umfeld nicht verborgen und wirkt sich auf das eigene Image, die Zusammenarbeit mit dem Praxisteam und die zwischenmenschlichen Beziehungen aus." Damit der Arzt stets die Fäden in der Hand behält und sich durch den täglichen Stress nicht aus dem Konzept bringen lässt, gibt die Management-Trainerin acht Tipps:

Eins nach dem anderen
Ärzte erledigen häufig mehrere Abläufe gleichzeitig. Sie müssen kompetent auf Patienten eingehen, eine Diagnose stellen und werden zugleich durch Telefonate oder Nachfragen durch die Helferinnen in ihrer Arbeit unterbrochen. Öttl rät: "Reduzieren Sie dies so weit wie möglich und erledigen Sie eins nach dem anderen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das auf Dauer auch effizienter ist."

Termine eindeutig klären
Der Tagesablauf in der Arztpraxis wird durch Termine bestimmt. Wichtig: Auch im Team Termine offen und eindeutig absprechen. "Klären Sie im Vorfeld beispielsweise, was Ihre Helferin, die Urlaub beantragen will, genau mit "so schnell wie möglich" meint."

Termine überwachen lassen
Oft kommen unerwartet Notfälle in die Praxis, die behandelt werden müssen. "Machen Sie von Anfang an klar, wenn Termine nicht zu schaffen sind", so die Zeit-Expertin. Und: "Trainieren Sie auch Ihre Helferinnen, dass sie den Terminkalender im Auge haben und - wenn notwendig - auch Sie selbst über einen möglichen Verzug informieren."

Nicht warten lassen
Ärzte, die feststellen, dass sie den angekündigten Hausbesuch nicht rechtzeitig schaffen, sollten den Patienten so schnell wie möglich informieren oder informieren lassen. "Das ist viel besser und weniger stressig auch für Sie, als zu hoffen, dass die Verspätung nicht übel genommen wird."

Arbeit delegieren
Viele Ärzte geraten in Zeitnot, weil sie vieles selber machen wollen oder weil sogar Mitarbeiter Aufgaben an den Praxischef wieder abgeben. Öttl rät: "Sagen Sie nicht immer gleich ja oder bieten sich sogar freiwillig an. Geben Sie Ihre Grenzen deutlich zu erkennen - andere Leute können damit viel besser umgehen, als wenn Sie Arbeit horten und dann nicht vorankommen."

Struktur schafft Durchblick
Fachliteratur, Post, Zeitungen, Dokumentationen - nicht selten versinkt der Arzt-Schreibtisch im Chaos. "Bringen Sie Struktur in die noch zu erledigende Arbeit und schaffen Sie so viel Durchblick wie möglich", rät Öttl. "Selbst wenn sich auf Ihrem Schreibtisch Berge stapeln: Durch sinnvolles Vorsortieren gewinnen Sie einen klaren Kopf und einen guten Überblick. Das macht die Arbeit viel leichter."

Mitarbeiter um Hilfe bitten
Jeder Mensch hat Tage, an denen er einfach überfordert ist, wegen der Arbeit oder weil er einfach nur schlecht in Form ist. "Bitten Sie andere auch mal um Hilfe", so die Unternehmensberaterin. "Das ist oft - gerade für Ärzte als Einzelkämpfer - nicht nur entlastend, sondern auch eine Möglichkeit, das Team aufzuwerten und als Einheit zu stärken."

Situation analysieren
Wenn man trotz allem nicht zu Rande kommt, heißt es, die eigene Situation genau zu analysieren: "Wo hakt es? Hat man einfach zu viel zu tun? Müsste ein ganzer Arbeitprozess oder die Zusammenarbeit geändert werden?" Öttl rät, anschließend mit Kollegen und Mitarbeiterinnen den Praxisablauf im Detail zu besprechen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

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