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So klappt die Kommunikation

...Sie sich verständlich ausdrücken und prüfen, ob es verstanden wurde.

Kommunikation ist schwierig. Vor allem dann, wenn es sich um ernsthafte chronische Erkrankungen oder gar die Nachricht über einen absehbaren Tod handelt. In solchen Situationen müssen wir überlegt kommunizieren, damit die wesentliche Nachricht auch ankommt. Selbst wenn die Nachricht ankommt, besteht immer noch die kognitive Dissonanz, dass der Patient zwar eigentlich weiß, was für ihn gut wäre, aber nicht so handelt, weil er glaubt, es betrifft ihn doch nicht. Bestes Beispiel dafür sind Raucher, die trotz COPD weiter rauchen.

Grundvoraussetzungen des Gespräches sind die Akzeptanz des Gesprächpartners, die Empathie und die Kongruenz von Worten und Verhalten. Im Gespräch selbst werden vier Ebenen unterschieden:

  • Die Sachebene, die einen Sachverhalt neutral beleuchtet.
  • Die Beziehungsebene, die einen sozialen Kontakt (z.B. Arzt/Patient) betrifft.
  • Die Selbstkundgabeebene, die zum Beispiel vorangegangene Bemühungen wertend erläutert.
  • Die Appellebene, die direkt auffordert, etwas zu tun oder zu lassen.
  • In einem Gespräch zwischen Arzt und Patienten können alle Ebenen vorkommen. Und die Gesprächsführung wird von Patient zu Patient anders sein, was sowohl vom Patienten als auch vom Arzt abhängt.

Einem Asthmatiker könnten Sie zum Beispiel bei Erstdiagnose sagen: "Herr X., sie haben Asthma, nehmen sie jetzt dieses Medikament." Diese Kurzkommunikation enthält die Sachebene mit der Diagnose und die Appellebene mit der Handlungsanweisung. Vermutlich müssten Sie danach mit diesem Patienten auch keine weiteren Gespräche führen, weil er sich verärgert einen anderen Arzt sucht. Denn eine so zeitsparende Kommunikation ist eventuell bei einem Harnwegsinfekt angemessen, aber nicht bei einer schwerwiegenden Diagnose. Wenn der Patient die Erstdiagnose Asthma erhält, will er wissen, was das bedeutet: Also sowohl die Fakten als auch die Einschätzung der Prognose und erst dann die Handlungsanweisung in der Appellebene.

Normalerweise folgen im Gespräch auf den Einstieg, eine Situationsanalyse, eine Argumentationsphase mit Entscheidungsfindung und der Abschluss.

  • Im Sinne der Patientenbindung ist es gut, wenn der Arzt den chronisch kranken Patienten zu Gesprächsbeginn gezielt fragt, wie sich die spezielle Symptomatik geändert hat, wegen der er das letzte Mal in der Praxis war. Das klappt aber nur, wenn der Arzt dies gut in der Patientenakte dokumentiert hat.
  • Welche Therapie gewählt wird, sollte bei Chronikern am besten als partizipative Entscheidungsfindung erfolgen. Dabei werden die Behandlungsziele und der Weg dorthin gemeinsam festgelegt.
  • Ebenso wichtig ist der Abschluss. Dort sollte zumindest die Medikation auch für den Patienten schriftlich niedergelegt werden. Denn nur so behalten Patienten bei Polypharmazie wirklich den Überblick.

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