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Personal Trainer - gute Partner für Ärzte?

Wenn es um die Erhaltung und Verbesserung ihrer Gesundheit geht, verhalten sich viele Senioren sicher nicht optimal. Eine zentrale Rolle zur Betreuung dieses Patientenkreises können Personal Trainer einnehmen - in Abstimmung mit den behandelnden Haus- und Fachärzten. Davon geht zumindest der Premium Personal Trainer Club aus.

"Das Kernelement des Personal Training ist die individuelle Betreuung eines einzelnen Klienten - abgestimmt auf dessen Ansprüche und Bedürfnisse", betont Club-Chef Eginhard Kieß im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Anders als in größeren Trainingsgruppen könnten Personal Trainer bei Senioren ganz konkret auf den jeweiligen Fitnessgrad, auf Vorerkrankungen, mögliche Rücken- oder Gelenkbeschwerden sowie auf persönliche Vorlieben für Sportarten und Bewegungsabläufe eingehen. Außerdem, so Kieß, werde das Personal Training genau in den Zeitplan und die bei Senioren oftmals seit vielen Jahren eingespielten Tagesrhythmen eingebaut.

Kieß ist sich auch der Verantwortung im Umgang mit Senioren bewusst. Unter der fachlichen Anleitung eines Personal Trainers werde eine mögliche Überanstrengung vermieden. Zudem werde der Trainingsbedarf häufig auch mit dem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten abgestimmt. Junge wie ältere Klienten lernten, richtig zu trainieren, Trainingsgeräte richtig zu benutzen und nach und nach realistische Trainingsresultate zu erzielen.

Bei der Klientenakquise fährt Kieß mehrgleisig. Zum einen gebe es die Empfehlung von Klient zu Klient sowie die Empfehlung über Physiotherapeuten. Zum anderen arbeite er aber zum Beispiel eng mit Dr. Stefan Preis zusammen, der als Orthopäde in der Kölner Klinik am Ring tätig ist. Die Privatklinik versteht sich als operativ ausgerichtetes Zentrum für ambulante und stationäre Behandlungen. Rund 30 Fachärzte in 14 Praxen und Einrichtungen arbeiten dort interdisziplinär zusammen.

Fragen die Patienten bei Preis nach, was sie individuell für ihre Gesunderhaltung oder Genesung tun können, so vermittelt dieser auf Wunsch einen Termin mit Eginhard Kieß. "Entweder komme ich direkt zur Behandlung dazu, um das Trainingsprogramm mit Patient und Arzt abzustimmen, oder man trifft sich im Café, um über ein mögliches Training zu sprechen", erläutert Kieß seine Arbeitsweise. Auf jeden Fall geschehe das Training immer auf Basis einer Zielvereinbarung.

Der Personal Trainer weist auch darauf hin, dass die Klientenvermittlung kein Ein-Richtungs-Geschäft ist. "So wie ich von Ärzten Patienten zum Training empfohlen bekomme, empfehle ich meinen Klienten entsprechend die mit mir kooperierenden Ärzte", erläutert Kieß die beiderseitigen Vorteile einer Kooperation zwischen Arzt und Trainer.

Die durchschnittlichen Kosten für Personal Trainer - eine nicht geschützte Berufsbezeichnung, die auch nicht an formale Qualifikationsnachweise gebunden ist - hätten nach eigener Recherche im vergangenen Jahr bei rund 50 Euro brutto pro Stunde gelegen, so Kieß.

Die Mitglieder seiner Organisation verlangen aber mindestens 80 Euro netto pro Stunde, er selbst taxiert 110 Euro netto für 60 Minuten Personal Training. Der Grund dafür sei die gesicherte Qualität des Trainings.

Im Premium Personal Trainer Club sind Trainer aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz organisiert. Sie verpflichten sich auf die vorgeschriebenen Qualitätsrichtlinien und müssen zur Aufnahme in das Netzwerk eine Prüfung ablegen. Wie Kieß resümiert, akzeptieren seine Klienten - die meisten seien gut situierte Privatpatienten - die Preise. Qualität überzeuge eben.

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