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In einer Zufriedenheitsstudie untersuchte das IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung bei mehr als 1.000 Privatpatienten, welche Kriterien Arztwahl und Zufriedenheit mit dem Arzt bestimmen. Wie sieht es mit der "Arzttreue" Ihrer Privatpatienten aus? Rund ein Drittel der Befragten haben in den letzten fünf Jahren den Arzt nicht gewechselt. Knapp die Hälfte tats zweimal (45 %) beziehungsweise dreimal und öfter (21 %). Starke Fluktuation ist also Standard.
Welches sind die ausschlaggebenden Kriterien und welche Chancen ergeben sich daraus? Der Unternehmenserfolg des Arztes hängt sowohl von seinen medizinischen Fähigkeiten als auch vom Praxismanagement ab. Freundlichkeit und Verständnis stehen mit 66 Prozent ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Patienten halten auch für besonders wichtig, dass in der Praxis eine patientenorientierte Terminvergabe erfolgt (65 %) und die Wartezeit in der Praxis beschränkt bleibt (66 %).
Der Hausarzt muss sich Zeit für die Betreuung nehmen. Die Patienten wünschen sich verständliche Infos über die Notwendigkeit einer Behandlung (58 %), dazu umfassende Aufklärung über die Behandlungsschritte, Risiken und
Nebenwirkungen (64 %).
Die Privatpatienten legen Wert auf Service und gut eingespieltes Praxismanagement.
Gibt es da in Ihrer Praxis Schwachstellen, sollten Sie rasch handeln: Eine unkomplizierte Anmeldung (49 %), die gute telefonische Erreichbarkeit (49 %) und kundenfreundliche Praxiszeiten ( 40 %) sind den Privaten wichtige Bewertungskriterien.
Zu einem Wechsel des Arztes entschließen sich Privatpatienten, wenn sie bei der Behandlung Unfreundlichkeit und mangelndes Verständnis des Arztes oder seines Praxisteams empfinden (67 %). Die Qualifikation des Praxisteams wird von den Privatpatienten aufmerksam beobachtet. Schwachstellen in diesem Bereich sind für viele Patienten ein Grund für den Arztwechsel (55 %).
Tipp
Die beste Marketingmaßnahme ...
... zur Bestandssicherung und zur Gewinnung neuer (Privat-)Patienten ist die Zufriedenheit der eigenen Klientel. Besonderes Gewicht hat die Mund-Zu-Mund-Propaganda. Mehr als ein Drittel der Patienten gibt an, dass für seine Arztwahl die Empfehlung von Freunden und Familienmitgliedern entscheidend war (36 %). Bei den weiblichen Privatpatienten richten sich sogar 40 Prozent nach den Empfehlungen von Freunden oder der Familie.
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