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Nach einer KBV-Prognose fehlen im Jahr 2020 in Deutschland rund 58.000 Vertragsärzte insbesondere Hausärzte werden knapp. "Schon in fünf Jahren", ist sich KBV-Chef Dr. Andreas Köhler sicher, "wird es uns nicht mehr gelingen, in jedem Dorf einen Hausarzt zu etablieren und in jeder Kleinstadt einen Gynäkologen oder Augenarzt anzusiedeln." In ihren gesundheitspolitischen Vorschlägen plädiert die KBV daher für eine Reform der jetzigen Versorgungsplanung. Um Unterversorgung zu vermeiden, heißt es in dem Papier, bedürfe es neuer Formen ärztlicher Zusammenarbeit. So sei die starre Trennung zwischen ambulantem und stationärem Sektor längst nicht mehr zeitgemäß. Statt einer unflexiblen Bedarfsplanung fordert die KBV eine intelligente Versorgungssteuerung. Wo welche Ärzte gebraucht werden, müsse möglichst frühzeitig zu erkennen sein. "Die Versorgungsplanung muss flexibler werden als heute und die besonderen Bedürfnisse von Dörfern, Klein- Mittel- und Großstädten berücksichtigen", unterstreicht Köhler.
Um den Ärztemangel zu bekämpfen, sucht die KBV den Schulterschluss mit den Krankenhäusern. Kooperation soll helfen, die Versorgung zu sichern. Dazu bieten sich nach den Plänen der KBV konkret folgende Initiativen an:
Die Bundesländer will die KBV beim Thema Ärztemangel in die Versorgungsplanung einbinden. "Wir werden Länder, Kommunen und Gemeinden mit ins Boot nehmen müssen", betont Köhler, "die dann in solchen Filialstrukturen Praxisräume zur Verfügung stellen." Um Ärzten das Arbeiten auf dem Land schmackhaft zu machen, weiß er eines genau: "Wir müssen in Zukunft ganze Pakete schnüren, damit ein Arzt noch in die Fläche geht."
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