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Manche Befürworter des traditionellen weißen Arztkittels gehen davon aus, mit diesem Kleidungsstück professionelle Kompetenz zu signalisieren. Einer aktuellen Studie zufolge ist das ein Irrtum.
Die Geschmäcker sind verschieden. Auch auf Patientenseite in bezug auf die ärztliche Kleidung. Der Eine mag es lieber, wenn ihm eine leger gekleidete Ärztin gegenübersitz. Der Andere fühlt sich wohler, wenn der Herr Doktor einen geschlossenen weißen Kittel trägt, der den Blick auf eine ordentlich gebundene Krawatte freigibt.
Doch diese Vorlieben haben keinen Einfluss auf die Einschätzung der professionellen Qualitäten des Mediziners. Dies jedenfalls hat eine Studie an der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung der Cooper-Universität in Camden (New Jersey) ergeben.
Im Rahmen der dreimonatigen Untersuchung trugen zehn Ärztinnen und zehn Ärzte im wochenweisen Wechsel eine
Mehr als 1.100 anonymisierte Fragebögen
Direkt im Anschluss an ihr erstes, mindestens zehnminütiges Treffen mit dem jeweiligen Arzt füllten 1.116 Patientinnen einen anonymisierten Fragebogen aus. Die Patientinnen sollten angeben, wie wohl sie sich in Gegenwart des Mediziners gefühlt hatten und ob sie ihn weiterempfehlen würden. Ferner sollten sie seine fachliche Kompetenz und Professionalität beurteilen.
Die Angaben waren fast exakt zu je einem Drittel einem der drei Kleidungstypen zuzuordnen. Die Auswertung der Daten zeigte ohne jeden Zweifel, dass die ärztliche Kleidung keinen Einfluss auf die Wahrnehmung durch die Patientinnen hatte.
Fazit: Bei der Wahl der beruflich getragenen Kleidung können sich Ärzte ganz einfach vom Geschmack leiten lassen. Der weiße Kittel bringt wohl keine Vorteile im Umgang mit den Patienten.
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